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Statement des StuRas zu den Leitlinien für den Hochschulbetrieb

Liebe Studierende,

die Hochschule hat am Mittwoch, den 29. April ihre “Leitlinien für den Hochschulbetrieb ab 04.05.2020” beschlossen. Wir möchten euch in der folgenden Mail unseren Standpunkt dazu verdeutlichen.

Wir begrüßen die Wiedereröffnung der Hochschule für die Studierenden ab dem 4. Mai und die Fortsetzung von Praktika und vereinzelten Lehrveranstaltungen unter Beachtung von strengen Hygienevorschriften. Weiterhin freuen wir uns darüber, dass das Ausleihen von Fachliteratur aus der Bibliothek und die Druckernutzung wieder möglich sind. Wir befürworten es auch, dass nun temporär Prüfungen in Form der Videokonferenzschaltung möglich sind.

Wir halten es für sinnvoll, dass ein zeitnaher Nach- und Wiederholungsprüfungszeitraum beschlossen wurde, hoffen jedoch auch auf das Einhalten einer zweiwöchigen Ankündigungsfrist.

Wir begrüßen es, dass möglichst vielen Studierenden ein normaler Studienablauf ermöglicht werden soll. Statt aktuell ausschließlich den Maximen “Studierbarkeit, Prüfbarkeit und damit Anerkennungsfähigkeit des SoSe 2020” zu folgen, möchten wir das Rektorat daran erinnern, dass zu Anfang betont wurde, dass keinem Studierenden durch diese Situation ein Nachteil entstehen soll.

Wir vermissen in den Leitlinien eine verbindliche Antwort und Regelung zur Anrechnung der Regelstudienzeit des SoSe 2020, eine Lösung für Freiversuche und die Aussetzung von Fristen zur Wiederholung von Prüfungen. Das Durchhaltevermögen und die Flexibilität der Studierenden ist begrenzt.

Studierende die sich beispielsweise in dieser besonderen Situation für ihre Mitmenschen einsetzen, finanzielle Probleme durch den Wegfall des eigenen Jobs oder dem der Eltern haben, die Kinderbetreuung neben der Online-Lehre machen, nicht die technischen Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Online-Lehre oder generell Probleme mit den aktuellen Formen der Online-Lehre haben, haben bisher keine Antwort auf die dringenden Probleme und Herausforderungen erhalten.

Wir verweisen darauf, dass die LRK (sächsische Landesrektorenkonferenz) beschlossen hat, dass jede sächsische Hochschule selbst entscheiden kann, welche Regelung sie bezüglich der Regelstudienzeit trifft. Ein Aussetzen der Regelstudienzeit für das SoSe 2020 entlastet diese Gruppen ungemein und die damit verbunden Verpflichtungen gegenüber Institutionen, wie beispielsweise dem BAföG-Amt.

Wir erbitten eine Prüfung der Aussetzung der Regelstudienzeit durch die Hochschulleitung, sowie eine öffentliche Stellungnahme mit einer zeitnahen Entscheidung und einer Erklärung, wie diese begründet wird. Insbesondere mit Hinblick darauf, dass andere sächsische Hochschulen (HTW Dresden [1], TU Dresden [2], TU Chemnitz [3]) entsprechende Festlegungen bereits zugunsten der Studierenden getroffen haben. Wir verweisen hierbei explizit auf die TU Dresden, die in unseren Augen auf einige der Forderungen aus dem studentischen Forderungskatalog “Solidarsemester 2020” eingegangen ist, welcher auch durch den Studierendenrat der Hochschule Zittau/Görlitz unterstützt wird.

Wir kritisieren, dass der Studierendenrat als Interessenvertretung der Studierenden nicht in die Ausarbeitung der Leitlinien einbezogen wurde, obwohl diese zum überwiegenden Teil Studierende betreffen. Wir würden es begrüßen, wenn das Rektorat die Interessen der Studierenden in künftige Entscheidungen mehr einfließen lässt.

Bei weiteren Rückfragen und Problemen meldet euch gerne per Mail unter stura@hszg.de, auf Facebook oder Instagram. Weitere Informationen findet ihr ebenfalls unter https://www.hszg.de/news/aktue... und unter https://blog.hszg.de/stura/. ist ungewiss, wie lange diese Situation noch anhält, aber zusammen stehen wir diese Zeit durch! Passt auf euch und eure Mitmenschen auf und bleibt vor allem gesund.

#staystrongandhome

Euer StuRa

Quellen:
[1]: https://www.htw-dresden.de/hoc... (Abgerufen am 02.05.2020 um 17:04)
[2]:https://tu-dresden.de/tu-dresd... (Abgerufen am 02.05.2020 um 17:02)
[3]:https://www.tu-chemnitz.de/tu/... (Abgerufen am 02.05.2020 um 17:00)

Statement of the student council on the guidelines for university operations

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English

Dear students,

on Wednesday, 29th April, the university published its "Guidelines for University Operations from 04.05.2020". In the following mail we would like to clarify our position on this.

We welcome the reopening of the university for students and the continuation of practical training and occasional courses in compliance with strict hygiene regulations. Furthermore we are happy that the borrowing of specialist literature from the library and the use of printers is possible again. We also support the fact that examinations in form of video conferences are now temporarily possible.

We think it makes sense that a prompt repetition test period has been decided, but we also hope that a two-week announcement period will be guaranteed.

We welcome the fact that as many students as possible should be able to follow a normal study schedule. Instead like the current path of pursuing the maxims "studyability, testability and thus recognition of the spring semester 2020", we would like to remind the Rectorate that it was emphasised at the beginning that no student should suffer any disadvantage as a result of this situation.

We miss a binding response and regulation in the guidelines on the recognition of the standard period of study of the spring semester 2020, a solution for free attempts and the suspension of deadlines for retaking examinations. Students' stamina and flexibility is limited.

Students who, for example, are committed to their fellow human beings in this special situation, who have financial problems due to the loss of their own job or that of their parents, who provide childcare in addition to online teaching, who do not have the technical prerequisites for participation in online teaching, or who generally have problems with the current forms of online teaching, have not yet received an answer to the urgent problems and challenges.

We would like to point out that the LRK (Saxon Rectors' Conference) has decided that each Saxon university can decide for itself which regulation it will make regarding the standard period of study. A suspension of the standard period of study for the spring semester 2020 will relieve these groups immensely and the associated obligations to institutions such as the BAföG Office.

We request an examination of the suspension of the standard period of study by the university management, as well as a public statement with a timely decision and an explanation of how it is justified. Especially in view of the fact that other Saxonian universities (HTW Dresden [4], TU Dresden [5], TU Chemnitz [6]) have already made corresponding stipulations in favour of the students. We explicitly refer here to the Technical University of Dresden, which in our opinion has responded to some of the demands of the student demands catalogue "Solidarity Semester 2020", which is also supported by the student council of the University of Applied Sciences Zittau/Görlitz.

We criticize that the student council, as a representation of the students' interests, was not included in the elaboration of the guidelines, even though the majority of the decisions taken concern students. We would welcome the Rectorate would take more account of the students' interests in future decisions.

If you have any further questions or problems, please contact us by e-mail at stura@hszg.de, on Facebook or Instagram. You can also find further information at https://www.hszg.de/news/aktue...

It is uncertain how long this situation will last, but together we will get through this time! Take care of yourself and your fellow men and, above all, stay healthy.

#staystrongandhome

Your StuRa


Sources:

[4]:https://www.htw-dresden.de/en/... (Accessed May 2, 2020 at 8:17 pm)
[5]:https://tu-dresden.de/tu-dresd... (Accessed May 2, 2020 at 8:19 pm)
[6]:https://www.tu-chemnitz.de/tu/... (Accessed May 2, 2020 at 8:20 pm)